Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)

Eine Politperformance nach Alfred Jarry

Ubumania

1. Preis BürgerStiftung Hildesheim 2013

König Ubu ist ein durchgeknallter Despot – triebgesteuert, infantil, gefräßig, selbstgefällig, habsüchtig, grausam, ungebildet und feige. Mit Hilfe seiner ebenso skrupellosen Frau, einiger ungehobelter Schergen und der Dummheit des Volkes ist es ihm gelungen, sich aus kleinbürgerlichen Verhältnissen auf den Thron seines Landes zu hieven. Hier sitzt er nun und genießt das luxuriöse Leben eines Staatsfürsten auf Kosten seiner Untertanen in vollen Zügen. Einem kindlichen Lustprinzip folgend, regiert Ubu mit den Mitteln der Korruption, Vetternwirtschaft, Unterdrückung und Folter. Er erhebt absurde Steuern zur Absicherung seines bizarren Lebensstils – und Ubus Gefolgsleute machen mit, solange die Aussicht besteht etwas vom großen Fressen abzubekommen.

 

Klingt vertraut? Soll es auch! Von diesen machthungrigen Knallköpfen gibt’s doch gar nicht so wenige: Kim Jong-Il, Kadyrow, Lukaschenko, Berlusconi und unzählige mehr bringen doch immerhin eine Menge Schwung und Farbe in unser Leben. 

 

Unter der Regie von Chris Weinheimer jagen Karl-Heinz Ahlers und Thomas Esser den Diktator Ubu und sein dumpfes Gefolge durch den Plan-B-Schredder, um die Schnipsel zu einer wahnwitzigen Polit-Performance neu zusammen zu fügen. Jetzt wird abgerechnet!

 

Mit Karl-Heinz Ahlers und Thomas Esser 

Regie: Chris Weinheimer

Bühne & Kostüme: Ensemble

Premiere: 16. August 2012, Lichthof Theater Hamburg 

Team & Technik:

Auf Tour: 2 Personen

Stromanschluss: 240 V

Bühnenmasse: 6,50 x 6,50m

Spieldauer: ca. 60 min

Gage nach Vereinbarung

Pressestimmen:



„(...) ein großartiges Theaterstück! Klug entlarvt es die Despoten dieser Welt als zurückgebliebene und triebgesteuerte Männer zwischen Lustprinzip und Machtgeilheit.“

(„Hamburger Morgenpost“)

 

 

„(...) Kammerspiel zwischen Sandkasten-Posse, Körper-Sitcom und politischer Parabel. (...) Freuds Kopf scheint grinsend über der Bühne zu schweben, wenn die großartigen Schauspieler den letzten Rest ihrer männlichen Eitelkeit symbolisch in die Windeln kacken. Doch: unter der komödiantischen Oberfläche dieses klugen Wagnisses lauern die großen Gefahren des menschlichen Wesens.“

 

(„Hildesheimer Allgemeine Zeitung“)

 

 

„(...) Crashkurs in Tyrannenkunde. (...) Ahlers und Esser agieren als infantile Prototypen zum Fürchten gut und zum Brüllen komisch.“

 

(„Godot – das Hamburger Theatermagazin“)

 

 

 

1. Preis der BürgerStiftung Hildesheim - Laudatio zur Preisverleihung von Stephanie Drees (Hildesheimer Allgemeine)

Preis der Bürgerstiftung für die beste freie Theaterproduktion in Hildesheim

Oktober 2012 bis Mai 2013

ausgewählt von der Fachjury der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung

 

Kategorie: Profis

Diese Despoten sind aus der analen Phase nie herausgekommen. Zwei erwachsene Männer in Windeln stehen da auf der Bühne. Sie streiten sich um das Territorium - eine Schale mit Haribo-Süssigkeiten. Das eine Riesenbaby sitzt mit dem behaarten Hintern drauf, das andere schubst und drängelt und schiebt. Doch nichts zu machen. Die Alleinherrschaft ist ein bequemes Polster.

Kann so politisches Theater aussehen? Es kann nicht nur - es sollte. In „Ubumania“ verhandelt das „Theater Plan B“ Allmachtsfantasien. In einer Posse, basierend auf dem grotesken Theaterstück „Roi Ubu“ von Alfred Jarry, zeigen die beiden unerschrockenen Schauspieler Thomas Esser und Karl-Heinz Ahlers unter der Regie von Chris Weinheimer eine Kleinkind-Trieborgie. Es wird mit Süssigkeiten geworfen. Der eine bastelt sich eine Krone aus Frischhaltefolie, der andere versucht, mit schiefen Tönen aus der Trompete auf sich aufmerksam zu machen. Die beiden überbieten sich in ihrer zeichenhaften Lächerlichkeit, bis die Popo-Posse in einem Kampf mit - selbstverständlich abgelaufenen - Schokokuss-Waffen ihren Showdown erreicht. Der Krieg als orgiastisch ausufernder Kindergeburtstag - „Theater Plan B“ schafft es in seiner kurzen, absurden Theaterparabel, ideologisch motivierte Grausamkeit im wahrsten Sinne des Wortes sinnlich erfahrbar zu machen. Denn Vorbilder für den realen Despotismus auf dieser Welt gibt es nach wie vor genug. Statt sich in Betroffenheit zu wälzen, geht „Theater Plan B“ einen anderen Weg: Absurd und bitterböse schälen sie das Wesen des Despoten auf niedere Triebe und infantilen Egoismus herunter. Und lassen unter der komödiantischen Oberfläche eine tiefdunkle Seite des menschlichen Wesens

durchscheinen. 

 

Der Preis der Bürgerstiftung in der Katergorie „Profis“ geht an „Theater Plan B“ mit „Ubumania“.

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