Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)

Musikalisches Live-Hörspiel nach Oscar Wilde [7+]

Das Gespenst von Canterville

Eingeladen zum Norddeutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival "Hart am Wind" 2014
 
Eingeladen zum 2. Göttinger Festival der Freien Theater 2015
 
Eingeladen zum 8. Kindertheaterfestival Neuenkirchen 2016

 

Für Kinder ab 7 Jahren (in deutscher Sprache) 

 

Der amerikanische Gesandte Mr. Hiram B. Otis schlägt alle Warnungen in den Wind und kauft das altehrwürdige Schloss Canterville um dort mit seiner Familie einzuziehen. Dabei hatte ihm sogar der vorherige Besitzer Lord Canterville selbst dringlich vom Kauf abgeraten. Denn das Schloss ist ohne Zweifel verwünscht. Eine unruhige Seele hat schon viele Familienmitglieder fast in den Wahnsinn getrieben. Kurz: Es spukt! Doch der aufgeklärte Amerikaner lacht nur über die Geschichten der komischen Engländer – Gespenster? Gibt es nicht! Der mysteriöse Blutfleck auf dem Teppich vor dem Kamin? Pinkertons Universal-Fleckenreiniger entfernt ihn bestimmt im Nu! Quietschende Ketten? Tammanys Rising Sun Schmieröl wird schon Abhilfe schaffen! Doch der Blutfleck kehrt auf mysteriöse Weise jeden Morgen wieder und die rasselnden Ketten bleiben nicht die einzige mitternächtliche Störung. Unheimliche Begebenheiten häufen sich und bald müssen auch die unerschrockenen Amerikaner zugeben: In Schloss Canterville treibt ein Gespenst sein Unwesen...

 

Oscar Wildes humorvoll-gruselige Geschichte verbindet Witz und Ironie mit allgemein gültigen Wahrheiten über Schuld und Sühne. Die Welt bei Wilde ist immer differenziert, kein Mensch ist nur schlecht und selbst der Schlechteste kann durch eine gute Tat erlöst werden. In unverwechselbarer Weise verbindet er Anarchie und Moral – und webt zur Freude der etwas älteren Zuschauer immer wieder Spitzen über die anglo-amerikanischen Beziehungen in die kindgerechte Geistergeschichte.


Im musikalischen Live-Hörspiel "Das Gespenst von Canterville" schlüpft Darsteller und Musiker Thomas Esser als Erzähler in die unterschiedlichen Rollen, begleitet die Geschichte gleichzeitig als Multi-Instrumentalist mit atmosphärischer Live-Musik und lässt mit den klassischen Mitteln des Geräuschemachers die schaurig-schönen Situationen auf Schloss Canterville lebendig werden. Dabei sitzt er inmitten seiner mobilen Klangerzeugungs-Werkstatt zwischen akustischen und elektronischen Instrumenten, Mikrofonen und skurrilen Geräuschemacher-Utensilien, so dass das kindliche Publikum die Erzeugung der jeweiligen Effekte und Atmosphären hautnah miterlebt.

 

Theater Fata Morgana spielt das Stück in einer deutschen Fassung für Kinder ab 7 Jahren und plant für 2015 eine englischen Fassung für Kinder ab dem dritten Lernjahr. 

 

Musik & Spiel: Thomas Esser

Regie: Brigitte Ostermann

Ausstattung: Katharina Philipp

 

Premiere: 15. Dezember 2013, monsun theater Hamburg


Team & Technik:

Auf Tour: 1 Person

Dauer: ca. 60 min

Stromanschluss: 220 V

Bühne: 3 x 3 m

Das Stück ist GEMA-pflichtig.

Gage nach Vereinbarung

Fotos © Jakob Funk

Pressestimmen:

 

 

"Die Solo-Performance vom Theater Fata Morgana ist ein Highlight unter den Kindertheaterstücken. (...) Thomas Esser erzählt Oscar Wildes Märchen "Das Gespenst von Canterville" in perfektem Timing als Live-Hörspiel, flicht geschickt Pausen und Temposteigerungen in die Geschichte ein und verleiht jeder Figur eine eigene Stimme. (...) In der behutsamen Regie von Brigitte Ostermann und dank des wunderbaren Musikers, Schauspielers und Erzählers Thomas Esser entsteht das Theaterstück in der Fantasie des Publikums und wird zum vielfarbigen Kopfkino (...)"

 

(Lesen Sie die gesamte Kritik in der unten stehenden PDF-Datei)

LAG-Magazin September 2015
Canterville-Kritik LAG 9:2015.pdf
PDF-Dokument [2.0 MB]

 

 

 

"Nicht zur Tea Time, dennoch very british begrüßt Thomas Esser das Publikum beim Einlass: In stocksteifer Haltung, exzentrisch gekleidet und mit der unvermeidlichen Teetasse in der Hand wartet er lächelnd, bis sich sämtliche Zuschauer versammelt haben. Dann setzt er sich in die Mitte eines Halbrunds aus unterschiedlichsten Musikinstrumenten und Geräuscherzeugern – und diesen Platz wird er 55 Minuten lang nicht verlassen. Theater? Ja, denn das Stück entsteht im Kopf der Zuhörer. In der Regie von Brigitte Ostermann als derart farbiger Film, dass sich zwei Mädchen beim Auftritt des Gespensts mit mühsam zurückgehaltenen Tränen aus der ersten, ausschließlich für Kinder reservierten Reihe nach hinten auf einen vertrauten erwachsenen Schoß flüchten... Thomas Esser ist Musiker, Schauspieler und ein begnadeter Erzähler. Oscar Wildes Novelle – „Das Gespenst von Canterville“ war 1887 dessen erste veröffentlichte Erzählung – vermittelt er mit einem perfekten Gefühl für Timing, Pausen und Steigerungen der Story. Jede der neun unterschiedlichen Figuren bekommt eine eigene Stimme: Das Gespenst grollt gruselig, die Haushälterin des Schlosses spricht verhalten, und die sechsköpfige amerikanische Familie, die Canterville trotz der Spuk-Warnungen kauft und bewohnt, äußert sich ebenfalls individuell, sobald Vater, Mutter, Sohn, Tochter oder einer der beiden Zwillinge das Wort ergreift; nur als Erzähler spricht Esser mit unverstelltem Tonfall. Zum lebendigen Live-Hörspiel wird die Aufführung für Kinder ab sieben schließlich durch die leichthändig eingeflochtene Geräuschkulisse, wie beispielweise das Donnern und Kettenrasseln des Gespensts, das leise Prasseln des englischen Regens und das Hufgetrappel der Pferde beim Ausritt.

Die auf diese Weise akustisch gut vorbereitete unheimliche Atmosphäre wird jäh gebrochen, als altenglisches Adelsgespenst und pragmatischer Amerikaner als Hausherr erstmals aufeinander prallen: Der Umherspukende Sir von Canterville möge doch seine Ketten einmal ölen, damit die Familie in Ruhe schlafen könne. Eine solche Furcht- und Respektlosigkeit hat der nächtliche Geist noch nie zuvor hinnehmen müssen, folglich sinnt er auf bewährte Spuknummern, die seit mehreren hundert Jahren vorherige Schlossbewohner verlässlich zur Flucht oder in den Wahnsinn trieben. Doch gegen die bodenständige Mentalität der Nordamerikaner ist selbst der Auftritt als blutiger Kopfloser ein Reinfall – er nötigt den Familienmitgliedern nur Spott statt Spuk-Angst ab.

Und so kommt zur Jahrhunderte währenden Einsamkeit des gespenstischen Daseins die Verzweiflung über missglückte Gruselattacken hinzu – warum dann also noch weiterleben beziehungsweise -spuken? Doch dem tieftraurigen Geist kann geholfen werden, in Gestalt der furchtlosen und mitfühlenden Tochter der Familie. Sie erlöst das Gespenst von Canterville, damit es den herbei gesehnten Ruhe-in-Frieden-Tod finden kann. Auch die Kinder atmen am Ende erleichtert auf, weil sie nun wissen, wie man Gespenstern begegnen kann. Und die Erwachsenen sind very amused."

 

(GODOT - das Hamburger Theatermagazin, 24.03.2015)

 

 

 

„Gespenster lassen sich selten blicken. Das erklärt ihren schlechten Ruf. In der Regel hört man sie nur um Mitternacht: kichern, quietschen, widerhallen. Wie angenehm. So braucht ein geschickter Geräuschemacher nur eine rostige Kette, ein diabolisches Lachen, dazu etwas Hall auf dem Mikrofon. Schon hat sich ein Gespenst in sein Hörspiel eingeschlichen.

Thomas Esser ist ein geschickter Geräuschemacher. Mit seinem Live-Hörspiel „Das Gespenst von Canterville“ ist der Musiker und Theatermacher im Theaterhaus zu Gast. Esser, allein auf der Bühne, trägt ein mintfarbenes Sakko über karierter Weste – very british. Um den Geräuschemacher ist eine „mobile Klangerzeugungswerkstatt“ aufgebaut. Ein Regenrohr und ein großes Blech, das Theaterdonner macht. Daneben Gitarren, Trommeln und ein Glockenspiel. Außerdem ein kleines Kästchen, das am Ende des Live-Hörspiels noch eine besondere Rolle spielen wird.

Und „Das Gespenst von Canterville“? Das hat Oscar Wilde erfunden. In seiner romantischen Burleske sucht der ruhelose Geist das englische Schloss Canterville heim. Und damit auch die Familie Otis, seine amerikanischen Neubesitzer. Ein mysteriöser Blutfleck vor dem Kamin, rasselnde Schritte auf dem Flur, ein tiefes Stöhnen. Gruselig? Nun ja. Wer in dieser Geistergeschichte wen heimsucht, das ist die große Frage. Oscar Wilde nutzte sie, wie nur Oscar Wilde das konnte: Um eine Satire mit Sentimentalitäten auf die Spitze zu treiben. Denn die Amerikaner vertreiben das alte Gespenst des Aberglaubens aus Schloss Canterville. Und zwar mit seinem modernen Pendant: der Fortschrittsgläubigkeit.

Den Blutfleck, davon ist Mr Otis überzeugt, bekommt man mit Pinkertons Universal-Fleckenentferner im Nu heraus. Und die rasselnden Schritte? „Hätten Sie etwas dagegen, Ihre rostige Kette etwas zu schmieren?“, fragt der neue Schlossbesitzer und drückt der blassen Gestalt, die um Mitternacht über den Flur schleicht, ein Fläschchen Schmierfett in die Hand. „Und das Gespenst“, seufzt Thomas Esser als Erzähler, „stand wie vom Schlag getroffen da.“

Und so macht sich das Gespenst von Canterville daran, der Familie Otis „das Gruseln beizubringen.“ Thomas Esser lässt Gewitter aufziehen, in denen Bleche donnern. Er schlägt schummrige Akkorde auf der E-Gitarre an. Und lässt zum großen Finale seine Kistentrommel im Rhythmus aufgewühlter Herzen schlagen. Denn Virginia, die freundliche Otis-Tochter ist wie vom Erdboden verschwunden.

Klar, Gruselgeschichten sind wie gemacht fürs Live-Hörspiel. Wunderbar, wie Esser das alte Schlossgespenst heulen, lachen, lamentieren lässt. Mit gutem Humor und viel Hall auf dem Mikrofon. Und die Möglichkeit, dem Geräuschemacher bei der Arbeit zuzuschauen, nimmt dem ganzen Gepolter auch für die Kinder im Saal den Schrecken. So schlägt das Live-Hörspiel mit seinem Blick hinter die Kulissen einen Bogen zu den Wurzeln der Gespenstergeschichte. Denn in der Aufklärung entlarvte man zum Schluss stets den großen Schwindel, die Mechanik des Aberglaubens.

In Oscar Wildes Geschichte läuft das anders: Hier führt man die Fortschrittsgläubigkeit an der Nase herum. Und so taucht am Ende die Otis-Tochter wieder auf. Mit einem mysteriösen Kästchen voll Juwelen, das der Geräuschemacher mit einem handlichen Zupfinstrument, der Sansula, intoniert.

Sansula? Nie gehört? Tja, das erklärt wohl ihren märchenhaften Ruf.“

 

(Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 09.03.2015)

 

 

„(...) Esser erzählt die Geschichte als Live-Hörspiel, macht dazu akustische und elektronische Geräusche, spielt mal auf der Gitarre, dann wieder auf einem Glockenspiel. Schnell sind die jungen Zuschauer aufgesogen von der humorigen, schaurig-schönen Inszenierung. Geschickt setzt Esser unterschiedliche Geräuscheffekte ein: da donnert ein Gewitter, prasselt der Regen, rasseln Ketten und heult der Sturm. Die Spukgeschichte entwickelt sich langsam zum Konflikt zwischen den unromantischen Realisten der Familie Otis und englischer Gespensterromantik. Letztere obsiegt freilich am Ende, denn durch die mitfühlende Seele der jungen, unschuldigen Virginia wird das schuldbeladene Gespenst schließlich erlöst. Auch wenn sich die vielen Anspielungen auf das Verhältnis zwischen Amerikanern und Briten den jungen Zuschauern wohl kaum ganz erschlossen haben, zeigen sie sich doch angetan von der überaus kindgerechten Gestaltung und dem Erzählstil von Thomas Esser. „Toll, wie der das macht“ flüsterte ein Mädchen ihrer Freundin zu. Die aber war vom Gespenst so fasziniert, dass sie als Antwort nur zu nicken wagte.“

 

(Deister-Weser-Zeitung, 20.01.2015)

Laudatio von Stanislava Jevic, Jurymitglied "Hart am Wind" 2014

Theater Fata Morgana ist mit der Produktion

Das Gespenst von Canterville

ein musikalisches Live-Hörspiel nach Oscar Wilde

 

eingeladen zum 4. Norddeutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival

HART AM WIND in Bremen

 

Mit Das Gespenst von Canterville der freien Hamburger Theatergruppe Fata Morgana gelingt der Regisseurin Brigitte Ostermann ein kongenialer Zugriff auf den Klassiker von Oscar Wilde. Die Inszenierung zeigt auf exemplarische Weise, wie so ein "großer" Stoff in einer "kleinen" One-Man-Show überzeugend für junges und erwachsenes Publikum auf die Bühne gebracht werden kann. Der Schauspieler und Musiker Thomas Esser steht im Zentrum dieses szenischen Kleinods, das zwischen modernem musikalischen Live-Hörspiel und klassischem Erzähltheater changiert. Thomas Esser spielt dabei nicht nur den Erzähler mit englischer Eleganz; er schlüpft subtil und präzise in alle unterschiedlichen Rollen der Geschichte. Es gelingt ihm, die dramatisch-komischen Situationen im Schloss mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln (Stimme, reduziertes gestisches und mimisches Spiel, Musik und Geräusche) so zu vergegenwärtigen, dass im Publikum ein Kopfkino entsteht.

Es ist ein lustvoller Vorgang für den Zuschauer, sich einerseits in eine andere Welt entführen zu lassen und andererseits die reale kleine Welt des Geschichtenerzählers zu erleben, zu sehen, wie er die Effekte erzeugt und welche Mittel er benutzt. In dieser Gleichzeitigkeit von Kopfkino und Sichtbarkeit liegt der große Reiz dieser Inszenierung. Sie zeigt damit beispielhaft, wie Theater mit wenigen Mitteln große Welten entstehen lassen kann.

 

Für die Jury: Stanislava Jevic (Dramaturgin JungesSchauSpielHausHamburg) 

Gefördert von:

 

Hamburgische Kulturstiftung 

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