Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Solo) (5 +)

Stück nach Miguel de Cervantes Saavedra [10+]

Don Quijote

in einer Fassung von Theater Fata Morgana [Uraufführung]

 

Don Quijote hat eindeutig zu viele Ritterromane gelesen! Das meint zumindest Sancho Panza. Trotzdem begleitet er seinen Freund, als der auszieht, um als selbsternannter Ritter große Abenteuer zu erleben. Schließlich hat der Ritter Don Quijote seinem Knappen Sancho Panza eine eigene Insel versprochen – dafür kann man auch mal gegen in Windmühlen verzauberte Riesen kämpfen!

 

Der lange, dürre Fantast Don Quijote erschafft sich seine eigene Welt, in der er scheinbar überholten Idealen nachjagt und sich in Abenteuer stürzt, die für Außenstehende sinnlos und absurd scheinen. Dabei erspielt er sich eine erstrebenswertere Wirklichkeit in einer Welt, in der es für (seine) Phantasien keinen Platz mehr gibt – immer begleitet von seinem kleinen, dicken Freund Sancho, der ängstlich auf die (vermeintlichen) Tatsachen pocht und doch die fantastischen Höhenflüge Don Quijotes nicht missen möchte.

 

Mit: Karl-Heinz Ahlers, Thomas Esser, Hartmut Fiegen

Regie: Chris Weinheimer

Musik: Thomas Esser

Dramaturgie: Brigitte Ostermann

Bühne: Marcel Weinand

Kostüme: Constanze Böhm

 

Dauer: 65 Minuten, keine Pause

 

Premiere: 08. September 2013, Fundus Theater Hamburg

Team & Technik:

Auf Tour: 3 Personen

Stromanschluss: 220 V

Bühne: 6,50 x 6,50m

Das Stück ist GEMA-pflichtig.

Gage nach Vereinbarung

Pressestimmen:

 

Don Quijote erscheint in Chris Weinheimers Inszenierung wie ein in die Jahre gekommener Ex-Hippie, dem das ereignislose Dasein nicht mehr genügt, der aber physisch aus seiner rentnerplüschigen Leselebensstube nicht herauskommt. Er will revoltieren und nutzt die Einbildungskraft, um sich der eh nicht mehr vorhandenen Alltagstauglichkeit zu verweigern. Sancho ist so eine Art Altenpfleger, der all die Hirngespinste, Verwirrt- und Torheiten genervt konstatiert, den Don aber liebevoll mit Salzstangen füttert. Wobei die Darsteller ein eingespieltes Slapstickduo bilden. Hinreißend gegensätzlich: Idealist und Realist, Kopf in den Wolken vs. Beine auf der Erde, Buch- trifft Erfahrungskultur. Gegeben als Strassentheater-würdige Clownerie, die stets das Gute will und stets mehr Durcheinander schafft. Eine ganz und gar unaufgeräumte Ode an die Phantasie.

 

Die Deutsche Bühne, 6/2016

 

 

 

Für seine Rüstung braucht Don Quijote nur einen platt gesessenen Pappkarton und Panzerband – schon ist er ganz in seinem Element: Der „Ritter von der traurigen Gestalt“. Das ist der Kniff, mit dem Theater Fata Morgana den „Don Quijote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes in ein Kindertheaterstück ab 10 Jahren überführen. Regisseur Chris Weinheimer und Dramaturgin Brigitte Ostermann nehmen Cervantes beim Wort. Und so passt dieser umfangreiche, vor Erfindungen übersprudelnde Debütroman der europäischen Literaturgeschichte bequem auf die kleine Bühne des Stadttheaters.

Schließlich ist Don Quijote, dieser lange, dürre Fantast, nichts anderes als ein Opfer seiner Leseleidenschaft. Warum sollte er seinen Salon verlassen, den Bühnenbildner Marcel Weinand mit roter Seide und Bücherstapeln andeutet. Constanze Böhm hat ihre Kostüme am Kindskopf des Quijote abgemessen, da reichen Pappkarton und Wischmopp, der ihm Pferd und Lanze in einem ist.

Karl-Heinz Ahlers spielt diesen Don Quijote als einen Mann, der seinen Karton-Helm aufrecht trägt und seine aberwitzigen Aventuren durchsteht, ohne dass seine Einbildungskraft in Mitleidenschaft gezogen würde. Im Gegenteil, mit jeder Demütigung wächst die Brillanz seiner Gegenspieler, die Zwergenhorden in Schafherden und Riesen in schlichte Windmühlen verwandeln können. Und die Prügel für Don Quijotes Heldentaten steckt ohnehin Sancho Panza ein, aus dem Hartmut Fiegen mit raushängendem Hemd und gutem Timing einen Slapstick-Helden à la Stan Laurel macht.

Es ist diese clowneske Komik des Absturzes mit Ansage, die Roman und Bühnenadaption genussvoll ausbreiten. Je farbenprächtiger die exotische Insel ausgemalt wird, mit der Don Quijote seinen Knappen nach überstandenen Abenteuern beschenken will, desto tiefer wird der Morast des heimischen Landstrichs in dem die beiden versinken.

Das Figurentableau der La Mancha aus Gutsbesitzern, Herbergsvätern und einer gebückten Bäuerin entrollt Thomas Esser mit einem Spülhandtuch – mal über den Arm gelegt, dann über den Kopf gebunden. Und nebenbei sorgt der Multi-Instrumentalist noch für Geräuschkulisse und Musik. Er schlägt auf einer Akustikgitarre Flamenco-Akkorde an, lässt mit Loop-Gerät und Mikrofon Schafherden anwachsen und trommelt auf seiner Cajon zum letzten Kampf.

Den hat Don Quijote des Nachts in einer Gaststätte zu bestehen. Ahlers und Fiegen liegen in dieser Szene auf dem Bühnenboden, in Plastiktüten als Bettzeug gewickelt. Dann springt Don Quijote auf, er schlägt mit dem Wischmob um sich. Seine Decke ist eine Rieseschlange, so träumt ihm. Sancho Panza reibt sich die Augen: „Herr, das sind Tüten.“

Ein umwerfender Moment, das hätte Cervantes gefallen.

 

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 16.10.2015

 

 

 

Die Verwandlung in einen Ritter samt Rüstung funktioniert mithilfe von Papp- karton und Klebeband, der kleine dicke Diener wird durch Kopfbedeckung und Kunstbauch zum Knappen, ein wiehernder Wischmopp zu Rosinante – spätestens an diesem Punkt werden auch die Zuschauer zu Fantasten. Es folgt eine bühnenreife Auswahl an Abenteuern des Don Quijote: Er kämpft gegen Windmühlen, die er für verzauberte Riesen hält; er greift eine Herde Schafe und Ziegen an, die ihm wie feindliche Heere vorkommen; und er tötet eine giftgrüne Riesenschlange, die kurz zuvor noch als Decke diente. (...)

Die Drei von (der) »Fata Morgana« spielen großartig: Karl-Heinz Ahlers bleibt hoch erhobenen Hauptes der Ritter von der verrückten Gestalt – egal, wie sehr ihn Gegner auslachen oder in die Irre führen; Hartmut Fiegen ist sein gelungener Gegenpart, als Sancho sowie in verschiedenen Rolle weiterer Weggefährten; Thomas Esser unterlegt alles mit dem passenden Sound, macht Geräusche für den Kampf und Stimmung gegen Don Quijote und springt wandelbar immer wieder vom Musikerstuhl auf und genau dort ein, wo die Handlung eine zusätzliche Figur braucht.

 

Dagmar Ellen Fischer, LAG Info, Ausgabe 23, Sept. 2013

 

 

Auf der Bühne geht alles ganz einfach, denn ein wenig Pappe und Klebeband machen aus dem Landadeligen Alonso Quijano aus der Mancha in Spanien den Ritter Don Quijote, ein Wischmopp wird zu seinem Pferd Rosinante. (...) Mit herrlichem Slapstick, mit Klamauk und Schwung nehmen die drei Schauspieler der Theaters „Fata Morgana“ die jungen Zuschauer ab der fünften Klasse mit auf diese fantastische Reise: Karl-Heinz Ahlers als Don Quijote, Hartmut Fiegen als Sancho Panza und Thomas Esser, der in verschiedene Rollen schlüpft und mit Musik und Geräuschen das verrückte Treiben der beiden Abenteurer ergänzt. 

 

Grafschafter Nachrichten, 25.05.2014

Don Quijote LAG Heft 09-13
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